Die griechische Regierung steht laut hochrangigen Beamten kurz davor, ein landesweites Verbot des Zugangs zu sozialen Medien für Kinder unter 15 Jahren anzukündigen. Der von Reuters berichtete und von Regierungsquellen zitierte Vorschlag würde Minderjährigen unterhalb der Altersgrenze verbieten, Konten auf sozialen Netzwerken zu erstellen oder zu nutzen, als Teil einer Politik zum Schutz der psychischen Gesundheit und Sicherheit junger Menschen im Internet.
Eine hochrangige Regierungsquelle sagte, die Initiative werde in Erwägung gezogen und eine offizielle Ankündigung könne in den kommenden Wochen erfolgen. Nach den geplanten Regeln wären Social-Media-Unternehmen, die in Griechenland tätig sind, verpflichtet, Nutzer unter 15 Jahren vom Zugriff auf ihre Dienste abzuschließen oder die Kontoerstellung zu erlauben. Durchsetzungsmechanismen und technische Implementierungsdetails wurden noch nicht veröffentlicht, aber die Behörden gaben an, dass die Plattformen wirksame Altersverifikationsmaßnahmen nachweisen müssten, bevor sie Minderjährigen oberhalb der Schwelle den Zugang zulassen.
Beamte sagten, die politische Diskussion spiegele wachsende nationale und europäische Bedenken hinsichtlich der Auswirkungen sozialer Medien auf das Wohlbefinden von Kindern wider. Regierungserklärungen haben die Risiken durch längere Bildschirmzeit, die Exposition gegenüber potenziell schädlichen Inhalten und die Herausforderungen der Eltern bei der Überwachung von Online-Aktivitäten hervorgehoben. Befürworter des Vorschlags argumentieren, dass die Festlegung eines Mindestalters für die Nutzung sozialer Medien den Eltern klarere Grenzen für das digitale Engagement von Kindern geben würde.
Der Schritt in Griechenland folgt ähnlichen Initiativen in anderen europäischen Staaten. So hat die spanische Regierung kürzlich ein Gesetz vorgeschlagen, das die Nutzung sozialer Medien für Personen unter 16 Jahren verbietet und Regeln einführt, die Plattformverantwortliche persönlich für schädliche oder illegale Inhalte verantwortlich machen. Dieser spanische Vorschlag wurde parallel zu Griechenlands Plänen breit berichtet und spiegelt eine umfassendere Verschiebung der politischen Debatten in der Europäischen Union über den Zugang von Minderjährigen zu Online-Diensten wider.
Der Entwurf der griechischen Politik wurde noch nicht formell veröffentlicht und vom Parlament des Landes noch nicht abgestimmt. Regierungsvertreter sagten, dass Konsultationen mit Technologieunternehmen, Kinderschutzorganisationen und Rechtsexperten laufen, um die endgültige Form der Gesetzgebung zu gestalten. Kritiker altersabhängiger Social-Media-Beschränkungen haben zuvor infrage gestellt, wie Alterskontrollen in der Praxis umgesetzt werden sollten und ob solche Systeme die Privatsphäre verletzen oder von entschlossenen Nutzern umgangen werden könnten.
Es gab keine öffentlichen Kommentare von großen sozialen Medien zum griechischen Vorschlag. Branchenvertreter in anderen Ländern haben erklärt, dass die Altersverifikation technisch komplex sein kann und dass Einschränkungen sorgfältig gestaltet werden müssen, um unbeabsichtigte Folgen wie das Treiben von Kindern in weniger regulierte Online-Räume zu vermeiden.
Befürworter der Politik in Griechenland betonen Mechanismen der elterlichen Zustimmung und Schutzmaßnahmen für ältere Jugendliche. Regierungsquellen erklärten, dass die Altersgrenze und die Durchsetzungsinstrumente so abgestimmt werden, dass sie Online-Sicherheitsbedenken mit praktischen Überlegungen für Familien und Dienstleister in Einklang bringen. Die Gesetzgebung, sobald sie endgültig ist, würde einen klaren rechtlichen Standard für das Mindestalter für die Nutzung sozialer Medien in Griechenland festlegen.