Die Europäische Kommission, die Exekutive der Europäischen Union (EU), erwägt eine strengere regulatorische Aufsicht über WhatsApp, nachdem WhatsApp weiterhin gestiegen ist und der Markteinfluss weiter gestiegen ist. Beamte erklärten am 9. Januar 2026, dass die Kommission WhatsApp nach dem Digital Services Act (DSA), einem regulatorischen Rahmen, der Verpflichtungen für digitale Dienste innerhalb der EU festlegt, als “sehr große Plattform” einstufen kann. Dieser Status würde die rechtliche Verantwortung der App erhöhen, illegale oder schädliche Inhalte auf ihrem Dienst zu bekämpfen.
Das DSA enthält Bestimmungen, die strengere Regeln für Dienste anwenden, die eine von der EU definierte Schwelle aktiver Nutzer erreichen. WhatsApp meldete im Februar 2025 Nutzerzahlen, die diese Schwelle überschreiten, was innerhalb der Kommission zu Diskussionen darüber führte, ob die aktuellen Aufsichtsmaßnahmen ausreichen. Wenn der Messaging-Dienst formell benannt wird, müsste er stärkere Systeme implementieren, um Risiken im Zusammenhang mit schädlichen Inhalten, den Schutz der Grundrechte, die öffentliche Sicherheit und die Sicherheit von Minderjährigen zu identifizieren und zu mindern.
Die Prüfung durch Brüssel ist Teil der umfassenderen EU-Bemühungen, die Rechenschaftspflicht zwischen den großen digitalen Plattformen zu stärken. Das Digital Markets Act und das Digital Services Act sind Teil eines umfassenderen regulatorischen Rahmens, der darauf abzielt, Wettbewerb und Sicherheit im digitalen Binnenmarkt der EU zu gewährleisten. Nach dem Digital Markets Act unterliegen Dienste mit erheblicher Marktmacht, wie WhatsApp, bereits bestimmten Compliance-Anforderungen, wobei Verstöße potenziell zu Bußgeldern von bis zu 6 % des weltweiten Umsatzes führen können.
Separat haben EU-Behörden eine Kartelluntersuchung zu Metas Richtlinien zur Integration künstlicher Intelligenz in WhatsApp und zur Einschränkung des Zugangs für konkurrierende KI-Anbieter eingeleitet. Regulierungsbehörden prüfen, ob diese Richtlinien den Wettbewerb bei KI-Diensten und Messaging-Plattformen innerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums verzerren. Die Untersuchung wird nach standardisierten Wettbewerbsregeln durchgeführt und spiegelt die breitere Besorgnis wider, dass dominante Technologieunternehmen Märkte auf eine Weise gestalten, die innovative Wettbewerber benachteiligen könnte.
Meta, die Muttergesellschaft von WhatsApp, hat in anderen Kontexten auf die EU-regulatorische Prüfung reagiert, indem sie die Nutzerwahl und den Zugang über alternative Kanäle betont hat und die Einhaltung der EU-Digitalregeln, wo erforderlich, formuliert. Die Maßnahmen der Europäischen Kommission sind noch im Gange, und die Behörde hat noch keine endgültige Benennung oder einen konkreten Zeitplan für eine verstärkte Aufsicht bestätigt.
Diese regulatorischen Entwicklungen erfolgen vor dem Hintergrund breiterer Debatten in der EU über digitale Souveränität, Wettbewerbspolitik und das Gleichgewicht zwischen Plattformverantwortung und individuellen Online-Rechten. Vorschläge zur Ausweitung der Aufsicht haben Reaktionen von Datenschutzbefürwortern hervorgerufen, die Maßnahmen ablehnen, die zum Scannen verschlüsselter Nachrichten führen könnten, sowie von Technologieunternehmen, die für proportionale regulatorische Ansätze plädieren.