Die Europäische Kommission hat vorläufige Stellungnahmen zu mehreren großen Plattformen für Erwachseneninhalte veröffentlicht und erklärt, dass sie möglicherweise gegen das Digital Services Act (DSA) der Europäischen Union verstoßen haben, indem sie Minderjährigen den Zugang zu ihren Diensten verweigert haben, so offizielle Erklärungen und Berichte.

 

 

Zu den genannten Plattformen gehören Pornhub, Stripchat, XNXX und XVideos. Die Regulierungsbehörden erklärten, die Unternehmen hätten keine effektiven Altersverifikationssysteme implementiert, sondern stattdessen auf Methoden wie Selbstdeklarationstools und Warnbildschirme zurückgegriffen. Die Behörden erklärten, diese Maßnahmen seien unzureichend, um minderjährige Nutzer vom Zugang zu eingeschränkten Inhalten abzuhalten.

Die Untersuchung folgte auf eine Überprüfung interner Dokumente, Risikobewertungen und Plattformdaten, die über mehrere Monate gesammelt wurden. Laut der Kommission haben die Unternehmen die Risiken, die ihre Dienstleistungen für Minderjährige darstellen, nicht ausreichend bewertet oder ausreichend Maßnahmen ergriffen, um diese Risiken zu mindern.

Beamte äußerten zudem Bedenken hinsichtlich des Designs der aktuellen Schutzmaßnahmen. Systeme, die es Nutzern ermöglichen, mit einem einzigen Klick zu bestätigen, dass sie über 18 Jahre alt sind, wurden als ineffektiv beschrieben, und zusätzliche Maßnahmen wie unscharfe Vorschauen oder Warnhinweise galten als nicht ausreichender Schutz.

Der Fall ist Teil der umfassenderen Durchsetzung des Digital Services Act, der große Online-Plattformen verpflichtet, illegale und schädliche Inhalte anzugehen und Schutzmaßnahmen für schutzbedürftige Nutzer einzuführen. Nach der Verordnung sind Unternehmen verpflichtet, systemische Risiken zu identifizieren und zu reduzieren, einschließlich solcher, die Kinder betreffen.

Sollten sich die vorläufigen Ergebnisse bestätigen, könnten die Unternehmen mit Strafen von bis zu 6 % ihres weltweiten Jahresumsatzes rechnen. Den Plattformen wurde die Möglichkeit gegeben, auf die Bewertung der Kommission zu reagieren, bevor eine endgültige Entscheidung getroffen wird.

Vertreter einiger Unternehmen sagten, sie würden die Ergebnisse prüfen und mit Regulierungsbehörden zusammenarbeiten. Öffentliche Erklärungen deuteten darauf hin, dass auch Bedenken hinsichtlich der Wirksamkeit bestehender Altersverifikationssysteme und der Möglichkeit strengerer Regeln geäußert wurden, die Nutzer zu weniger regulierten Plattformen verleiten könnten.

Die Kommission erklärte, dass weitere Schritte vom Ergebnis des laufenden Verfahrens und etwaigen Antworten der Unternehmen abhängen werden.

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