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Die USA beschlagnahmen mehr als 1.000 Domains, die zum illegalen Streamen von FIFA-Weltmeisterschaftsspielen verwendet wurden

Die US-Behörden haben mehr als 1.000 Internet-Domains beschlagnahmt, die im Rahmen einer groß angelegten Anti-Piraterie-Kampagne genutzt wurden, um während des Turniers illegal Spiele der FIFA-Weltmeisterschaft 2026 zu streamen. Die Durchsetzungsmaßnahme, angeführt vom Justizministerium (DOJ), Homeland Security Investigations (HSI) und dem National Intellectual Property Rights Coordination Center (IPR Center), richtete sich gegen Webseiten, die Live-Spiele ohne Genehmigung übertrugen und damit gegen das US-Urheberrecht verstoßen.

 

 

Die Domainbeschlagnahmen erfolgten im Rahmen von drei separaten Durchsetzungsmaßnahmen, die während des einmonatigen Turniers durchgeführt wurden. Dazu gehören fast 400 Domains, die Ende Juni offline genommen wurden, sowie Hunderte weiterer Websites, die vor Ende der Weltmeisterschaft identifiziert wurden. Laut dem Justizministerium wurden letztlich mehr als 1.000 Domains beschlagnahmt, während die Behörden in Kolumbien auch fast 2.000 weitere Domains blockierten, die mit demselben illegalen Streaming-Ökosystem verbunden sind.

Investigators said die Domains wurden mit Unterstützung von FIFA und mehreren Medien- und Unterhaltungsorganisationen identifiziert, darunter beIN Media Group, NBCUniversal, die Alliance for Creativity and Entertainment (ACE) der Motion Picture Association, Warner Bros. und die Ultimate Fighting Championship (UFC). Informationen, die von diesen Organisationen bereitgestellt wurden, halfen der Strafverfolgungsbehörden, Websites zu finden, die illegal Live-Übertragungen von Weltmeisterschaftsspielen verbreiteten.

Laut Gerichtsunterlagen streamten viele der beschlagnahmten Webseiten aktiv Weltmeisterschaftsspiele, als die Haftbefehle vollstreckt wurden. Besucher, die versuchen, auf diese Domains zuzugreifen, werden nun auf Beschlagnahmungsbenachrichtigungen umgeleitet, die besagen, dass die Websites im Rahmen der Operation Offsides, einer internationalen Initiative zur Störung von Online-Piraterienetzwerken, von US-Behörden übernommen wurden.

Die Untersuchung ging auch über Domainnamen hinaus. Frühere Phasen der Operation richteten sich auf Server in Ländern wie Peru und Bulgarien, während zusätzliche Durchsetzungsmaßnahmen die Infrastruktur in Kroatien, Rumänien, Polen und Kolumbien störten. Die Behörden erklärten, die Operation beruhe auf der Zusammenarbeit zwischen inländischen und internationalen Strafverfolgungsbehörden sowie privaten Partnern, die am Schutz der Rundfunkrechte beteiligt sind.

Bundesbeamte erklärten, die Aktion diene nicht nur dem Schutz geistigen Eigentumsrechts, sondern auch der Reduzierung von Cybersicherheitsrisiken im Zusammenhang mit illegalen Streaming-Websites. Laut Homeland Security Investigations setzen unautorisierte Streaming-Plattformen Besucher häufig bösartiger Werbung, Malware, Diebstahl von Zugangsdaten und betrügerischen Zahlungssystemen aus. Beamte warnten, dass Nutzer, die freien Zugang zu urheberrechtlich geschützten Sendungen suchen, unwissentlich ihre Geräte und persönlichen Daten gefährden könnten.

Das Justizministerium bezeichnete die Kampagne als die bisher größte Durchsetzung von Sportpiraterie und wies darauf hin, dass weitere Ermittlungen laufen. Die Behörden werden während der Operation gesammelte Beweise nutzen, um Einzelpersonen und Organisationen zu identifizieren, die für den Betrieb der illegalen Streaming-Dienste verantwortlich sind, und gegebenenfalls weitere Durchsetzungsmaßnahmen einleiten.