Die Nutzung virtueller privater Netzwerke in Brasilien hat zugenommen, nachdem neue Altersverifizierungsanforderungen für Online-Dienste im Rahmen des Digital ECA-Gesetzes des Landes eingeführt wurden, das am 17. März 2026 in Kraft trat.

 

 

Das Gesetz verlangt von digitalen Plattformen, darunter soziale Medien, Spieledienste und Webseiten für Erwachseneninhalte, das Alter der Nutzer zu überprüfen, um sicherzustellen, dass der Zugang auf Grundlage gesetzlicher Schwellenwerte eingeschränkt wird. Das typische Mindestalter umfasst 16 Jahre für soziale Medien und 18 Jahre für Erwachsenen-Inhalte.

Nach der Gesetzgebung können Unternehmen, die die Verifizierungsanforderungen nicht einhalten, mit Strafen rechnen, darunter Geldstrafen von bis zu 10 % ihres brasilianischen Umsatzes oder 50 Millionen brasilianische Reais pro Verstoß, sowie mögliche Beschränkungen oder Sperren von Dienstleistungen.

Daten von Google Trends zeigen, dass die Suchanfragen nach “VPN” in Brasilien kurz vor Inkrafttreten des Gesetzes zunahmen. Ein Datenschutzdienstanbieter berichtete über einen Anstieg der neuen Nutzer im Land innerhalb eines eintägigen Zeitraums nach der Implementierung um 250 %.

Der Anstieg der VPN-Nutzung hängt mit der Art und Weise zusammen, wie die Altersverifikation durchgeführt wird. In vielen Fällen müssen Nutzer persönliche Informationen wie Ausweisdokumente oder biometrische Daten einreichen, um ihr Alter zu bestätigen.

VPN-Dienste verschlüsseln den Internetverkehr und können den Standort und die Aktivitäten eines Nutzers verschleieren, was einige Nutzer als Möglichkeit sehen, die Offenlegung personenbezogener Daten beim Zugriff auf Online-Plattformen zu begrenzen.

Das Gesetz ist Teil eines umfassenderen regulatorischen Ansatzes, der darauf abzielt, den Zugang zu altersunangemessenen Inhalten online einzuschränken. Ähnliche Maßnahmen wurden in anderen Ländern eingeführt oder diskutiert, mit dem Schwerpunkt auf der Begrenzung des Zugangs von Minderjährigen zu bestimmten digitalen Diensten.

Es wurden auch Bedenken hinsichtlich der Implementierung von Verifikationssystemen geäußert, insbesondere im Hinblick auf den Umgang mit personenbezogenen Daten, die von Nutzern eingereicht werden. Gleichzeitig übertragen die Anforderungen die Verantwortung auf die Plattformen, Systeme einzuführen, die gesetzlichen Standards zur Altersüberprüfung entsprechen und gleichzeitig weiterhin im Land betrieben werden.

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