Immer mehr europäische Regierungen bringen Vorschläge vor, den Zugang zu sozialen Medien für Kinder und Jugendliche einzuschränken. Die Maßnahmen konzentrieren sich darauf, Mindestaltersgrenzen festzulegen oder eine Altersverifikation zu verlangen, bevor junge Nutzer Konten erstellen oder auf Feeds auf Diensten wie Instagram, TikTok und X zugreifen können. Die Vorschläge spiegeln nationale Debatten über Online-Sicherheit und die Rolle digitaler Plattformen bei der Gestaltung der Jugenderfahrungen wider.
Frankreich, Spanien, Slowenien, Griechenland, Dänemark, Österreich und Polen gehören zu den Ländern, die formelle Pläne vorantreiben, die altersbezogene Beschränkungen einführen würden. In Frankreich haben Mitglieder des nationalen Parlaments ein Gesetz verabschiedet, das Kindern unter 15 Jahren die Nutzung großer sozialer Medienplattformen verbieten würde. Der Gesetzentwurf befand sich zum Zeitpunkt der Berichterstattung gerade in der Gesetzgebungsphase und enthält die Verpflichtung, dass Unternehmen das Alter der Nutzer überprüfen müssen. In Spanien schlugen Regierungsbeamte ein Verbot der Nutzung sozialer Medien für Menschen unter 16 Jahren vor. Der spanische Plan würde von Technologieunternehmen verlangen, verpflichtende Altersverifikationssysteme einzuführen, um den Zugang zu Minderjährigen zu verhindern.
Slowenien bereitete einen Gesetzentwurf vor, der Kindern unter 15 Jahren den Zugang zu sozialen Medien verbietet. Der slowenische Vorschlag wurde mit Beiträgen von Bildungsbeamten und anderen Interessengruppen entwickelt. Griechenland stand Berichten zufolge kurz davor, ein Social-Media-Verbot für Kinder unter 15 Jahren anzukündigen, wobei die Behörden Regeln vorbereiteten, die für die Kontoerstellung und personalisierte Inhaltsfeeds gelten würden. Die dänische Regierung hatte sich auf einen politischen Plan geeinigt, die Nutzung sozialer Medien für Kinder unter 15 Jahren zu verbieten, wobei einige Vorschläge in bestimmten Fällen Optionen für elterliche Zustimmung enthielten.
Österreich und Polen kündigten außerdem Pläne an, die Nutzung sozialer Medien durch Minderjährige einzuschränken. Zu den Diskussionen in Österreich gehörte ein Vorschlag, Kindern unter 14 Jahren den Zugang zu sozialen Medien zu verbieten. In Polen entwarfen die Behörden Gesetze, die ein Mindestalter von 15 Jahren für die Nutzung sozialer Medien festlegen und Aktualisierungen nationaler digitaler Identitätssysteme zur Unterstützung der Durchsetzung und Alterskontrollen in Betracht ziehen würden.
Andere europäische Länder prüfen oder erwägen entsprechende Beschränkungen. In Deutschland untersuchten politische Persönlichkeiten und Parlamentsausschüsse, wie Einschränkungen für die Nutzung sozialer Medien für Minderjährige eingeführt werden können, einschließlich der Möglichkeit, den Zugang für Kinder unter 16 Jahren zu verbieten und eine stärkere Altersüberprüfung zu verlangen. Italien und Portugal sollen an Entwürfen von Vorschlägen arbeiten, die Altersgrenzen festlegen oder die elterliche Zustimmung für die Nutzung sozialer Medien von Minderjährigen verlangen würden. Die finnische Führung befürwortete öffentlich die Einschränkung des Zugangs zu sozialen Medien für Kinder unter 15 Jahren, obwohl zum Zeitpunkt der Berichterstattung keine konkreten Gesetzesentwürfe anhängig waren. Schweden und die Niederlande hatten keine formellen Verbote eingeführt, waren aber Teil breiterer Debatten über Jugendzugang und Online-Sicherheit, einschließlich technischer und politischer Maßnahmen, die in Zukunft eingeführt werden könnten.
Es wurde außerdem berichtet, dass das Vereinigte Königreich Maßnahmen prüft, die Altersgrenzen und strengere Anforderungen zur Altersverifizierung im Rahmen seiner umfassenderen Gesetzgebung zur Online-Sicherheit von Kindern umfassen könnten. Gesetzgeber im Vereinigten Königreich unterstützten Änderungen, die die Nutzung sozialer Medien für unter 16-Jährige verbieten und Verifizierungsinstrumente vorlegen würden, obwohl die Vorschläge weiterhin eine endgültige gesetzliche Zustimmung benötigten.
Es gibt kein einheitliches EU-Gesetz, das soziale Medien für Minderjährige verbietet. Ende 2025 verabschiedeten die Mitglieder des Europäischen Parlaments eine unverbindliche Resolution, die ein harmonisiertes Mindestalter von 16 Jahren für den uneingeschränkten Zugang zu sozialen Plattformen empfiehlt, mit Ausnahmen für Kinder im Alter von 13 bis 15 Jahren, die mit elterlicher Zustimmung Dienste nutzen dürfen. Nationale Regierungen behalten die Befugnis, ihre eigenen Altersgrenzen und Durchsetzungsmechanismen festzulegen, und zwischen den Ländern bestehen Unterschiede darin, wie altersbasierte Beschränkungen umgesetzt und überwacht werden könnten.