Strafverfolgungsbehörden haben 5.811 Verdächtige festgenommen und etwa 293 Millionen Dollar an illegalen Vermögenswerten während einer globalen Operation gegen Online-Betrug und Geldwäschenetzwerke beschlagnahmt. Die koordinierte Aktion, bekannt als Operation First Light 2026, umfasste Behörden aus 97 Ländern und Gebieten und wurde von INTERPOL geleitet.
Die Operation konzentrierte sich auf Social-Engineering-Betrügereien, die zwischen dem 15. Januar und dem 30. April durchgeführt wurden. Die Ermittler richteten sich gegen eine Vielzahl von Betrugsschemat, darunter geschäftliche E-Mail-Kompromittationen, Investitionsbetrug, Romanzenbetrug, Betrug bei Identifikationen, Sextortion und andere Formen von Online-Täuschung, die darauf abzielten, die Opfer dazu zu bringen, Geld zu senden oder sensible Informationen preiszugeben.
According to INTERPOL identifizierten die Ermittler während der Operation weltweit mehr als 142.000 Opfer. Die Behörden analysierten außerdem über 152.000 Ermittlungen, blockierten oder froren 31.014 Bankkonten und virtuelle Asset-Wallets ein und identifizierten zusätzlich 15.606 Verdächtige, die über die bereits Festgenommenen hinausgehen.
Die Polizei führte Razzien bei hochrangigen Zielen durch, durchsuchte vermutete kriminelle Orte, fror finanzielle Vermögenswerte ein und erließ INTERPOL-Notices und Diffusions zur Unterstützung internationaler Ermittlungen. Die Behörden nutzten außerdem den Global Rapid Intervention of Payments (I-GRIP)-Mechanismus von INTERPOL, der darauf ausgelegt ist, Überweisungen von gestohlenen Geldern und virtuellen Vermögenswerten schnell zu blockieren, bevor diese durch internationale Finanznetzwerke übertragen werden können.
Operation First Light 2026 erhielt Mittel vom chinesischen Ministerium für öffentliche Sicherheit und wurde von regionalen Strafverfolgungsbehörden wie Europol, ASEANAPOL und GCCPOL unterstützt. INTERPOL erklärte, dass die breite internationale Zusammenarbeit unerlässlich sei, da viele Betrugsnetzwerke in mehreren Ländern operieren, was koordinierte Ermittlungen zur Identifizierung von Verdächtigen und zur Rückgewinnung gestohlener Vermögenswerte notwendig macht.
Tomonobu Kaya, Direktor des Financial Crime and Anti-Corruption Centre von INTERPOL, sagte, kriminelle Organisationen nutzten zunehmend die menschliche Psychologie durch ausgefeilte Social-Engineering-Techniken aus und betonte, dass die Bekämpfung dieser Netzwerke eine nachhaltige internationale Zusammenarbeit erfordere.
Das jüngste Vorgehen folgt auf mehrere weitere große, von INTERPOL geführte Operationen gegen Cyberkriminalität. Zu den jüngsten Initiativen zählen Operation Synergia III, die Cyberkriminalitätsinfrastruktur durch die Beschlagnahmung von Servern und das Sinkhole bösartiger IP-Adressen störte, sowie Operation Red Card 2.0, die während einer koordinierten Aktion gegen cyber-gefährdete Finanzkriminalität zu Hunderten von Festnahmen in ganz Afrika führte.