Griechenland setzt Pläne voran, Kindern unter 15 Jahren die Nutzung sozialer Medien zu verbieten, wobei die Maßnahme laut Regierungsankündigungen und Berichten voraussichtlich am 1. Januar 2027 in Kraft treten wird.
Premierminister Kyriakos Mitsotakis enthüllte den Plan in einem auf TikTok geteilten Video und richtete sich direkt an jüngere Zielgruppen. Er bezeichnete die Richtlinie als notwendigen Schritt als Reaktion auf wachsende Bedenken hinsichtlich der Auswirkungen sozialer Medien auf das Wohlbefinden von Kindern.
Laut der Ankündigung würde das Verbot für große Plattformen wie Facebook, Instagram, TikTok und Snapchat gelten. Die Gesetzgebung soll später im Jahr 2026 eingeführt werden, wobei die Durchsetzung im folgenden Jahr beginnt.
Die Regierung hat die Entscheidung mit Bedenken von Eltern und Jugendlichen selbst in Verbindung gebracht. Beamte wiesen auf Probleme wie Angstzustände, schlechten Schlaf und das süchtig machende Design sozialer Medienplattformen hin. Mitsotakis sagte, diese Faktoren hätten zu einem erhöhten Druck auf Kinder beigetragen, darunter ständige Vergleiche und die Notwendigkeit, online aktiv zu bleiben.
Der Vorschlag ist Teil einer umfassenderen Initiative zur Regulierung der digitalen Exposition von Minderjährigen in Griechenland. Das Land hat bereits Beschränkungen eingeführt, wie das Verbot von Mobiltelefonen in Schulen und die Einführung von Elternkontroll-Tools, die darauf abzielen, die Bildschirmzeit zu begrenzen.
Griechische Beamte betonten außerdem, dass die Maßnahme nicht darauf abzielt, Kinder vollständig von der Technologie zu entfernen, sondern vielmehr schädliche Nutzungsmuster zu verringern. Der Premierminister erklärte, dass digitale Werkzeuge weiterhin Bildungs- und kreative Vorteile bieten können, wenn sie angemessen eingesetzt werden.
Die Initiative spiegelt einen breiteren Trend in ganz Europa und darüber hinaus wider, wo Regierungen zunehmend strengere Regeln für den Zugang von Jugendlichen zu sozialen Medien in Erwägung ziehen. Griechenland hat angedeutet, dass es hofft, auf EU-Ebene koordinierte Maßnahmen voranzutreiben, einschließlich der Entwicklung standardisierter Altersverifikationssysteme.
Trotz der Unterstützung solcher Maßnahmen haben Experten festgestellt, dass die Durchsetzung herausfordernd sein könnte. Altersverifikationssysteme können umgangen werden, und Kritiker argumentieren, dass Verbote allein die zugrunde liegenden Probleme im Zusammenhang mit Online-Verhalten und digitaler Bildung möglicherweise nicht vollständig lösen.
Der Vorschlag unterliegt weiterhin der Gesetzgebungsgenehmigung, und weitere Details zu Durchsetzungsmechanismen und Verantwortlichkeiten der Plattformen werden erwartet, während das Gesetz voranschreitet.