Ein 24-jähriger Mann aus Springfield, Tennessee, bekannte sich vor dem US-Bezirksgericht schuldig wegen Computerbetrugsvorwürfen, nachdem er wiederholt auf das elektronische Ablagesystem des Obersten Gerichtshofs der USA zugegriffen und gestohlene Informationen auf der Social-Media-Plattform Instagram gepostet hatte. Der Vorstoß betraf laut Staatsanwaltschaft auch unautorisierten Zugriff auf Bundesbehördensysteme.
Der Angeklagte, in Gerichtsakten als Nicholas Moore identifiziert, gab zu, zwischen August und Oktober 2023 mindestens 25 Mal gestohlene Zugangsdaten verwendet zu haben, um die eingeschränkte elektronische Einreichungsplattform des Obersten Gerichtshofs zu betreten. Staatsanwälte sagten, er habe auch auf Systeme bei AmeriCorps zugegriffen, einer Bundesbehörde, die nationale Dienstprogramme verwaltet, sowie auf das MyHealtheVet-Portal des Department of Veterans Affairs. Während des unbefugten Zugriffs machte Moore Screenshots und übertrug persönliche Daten von den Konten der Opfer, bevor er Teile dieser Informationen auf einem Instagram-Konto mit dem Handle @ihackedthegovernment veröffentlichte.
Gerichtsunterlagen zeigen, dass das von Moore veröffentlichte Material Namen und Angaben zum Aktensystem aus dem Supreme Court-Konto sowie persönliche Informationen aus AmeriCorps- und Veterans Affairs-Konten enthielt. Die Staatsanwaltschaft sagte, ein Beitrag enthalte Details aus dem MyHealtheVet-Profil eines Marine Corps-Veteranen, einschließlich identifizierbarer Gesundheitsinformationen. In den Beiträgen zum Obersten Gerichtshof zeigte der Angeklagte Namen und Aktivitätsdaten, die mit kompromittierten Benutzerdaten in Verbindung standen.
Moore legte seine Plädoyer vor dem Bundesgericht in Washington, D.C. ab. Die Anklagen gegen ihn umfassen ein Vergehen wegen Betrugs im Zusammenhang mit Computern nach US-amerikanischem Recht. Das Gesetz sieht eine Höchststrafe von einem Jahr Gefängnis und eine mögliche Geldstrafe von bis zu 100.000 US-Dollar vor. Ein Richter soll Moores Strafe im April 2026 festlegen.
Die rechtliche Maßnahme folgte auf eine Untersuchung der Bundesbehörden, die das Muster der Sicherheitsverletzungen aufdeckte. Laut Staatsanwaltschaft meldete sich der Angeklagte wiederholt mit demselben Satz gestohlener Zugangsdaten im System des Obersten Gerichtshofs ein und machte dabei manchmal mehrere Einträge an einem einzigen Tag. Die Beiträge auf Instagram, die die Kontrolle über die kompromittierten Systeme demonstrierten, wurden vom Justizministerium als Beweis für sein Handeln angeführt.
