Ein Bundesrichter in den Vereinigten Staaten hat entschieden, dass Meta Platforms Inc., ein US-amerikanisches Technologieunternehmen, das soziale Netzwerke wie Facebook und Instagram betreibt, sich einer Klage des Bundesstaates New Mexico stellen muss, weil behauptet wird, seine Plattformen hätten zur sexuellen Ausbeutung von Kindern beigetragen. Die Entscheidung ebnet den Weg für einen Prozess wegen der Vorwürfe, Meta habe nicht ausreichende Maßnahmen ergriffen, um Minderjährige vor schädlichen Inhalten und Interaktionen zu schützen.

 

 

Der Fall wurde 2024 vom Generalstaatsanwalt von New Mexico nach Bundes- und Landesrecht eingereicht, der behauptete, dass Metas Plattformen es Nutzern ermöglichten, sexuelle Ausbeutungsmaterialien von Kindern zu teilen und darauf zugreifen sowie räuberisches Verhalten zu zeigen. Die Klage behauptet, dass die Inhaltsmoderationssysteme und Sicherheitsschutzmaßnahmen des Unternehmens unzureichend waren, um zu verhindern, dass solches Material auf seinen Diensten erscheint und verbreitet wird. Meta hatte versucht, den Fall vor dem Prozess abzuweisen, doch der Richter wies diese Anträge in einem Anfang Februar 2026 ergangenen Urteil zurück.

Meta hat in Gerichtsunterlagen argumentiert, dass die Vorwürfe keine rechtliche Grundlage haben und seine Bemühungen zur Bekämpfung schädlicher Inhalte weiterhin bestehen, einschließlich Investitionen in Sicherheitstechnologien und Überprüfungsteams. Das Unternehmen hat erklärt, dass es Richtlinien und Systeme hat, die darauf ausgelegt sind, verbotenes Material zu identifizieren und zu entfernen sowie Konten zu blockieren, die gegen seine Standards verstoßen. Meta verwies außerdem auf Partnerschaften mit Strafverfolgungsbehörden und Kinderschutzorganisationen, um kriminelle Aktivitäten auf seinen Plattformen zu melden und zu bekämpfen.

Die Klageschrift des Staates nennt konkrete Beispiele von Beiträgen und Accounts, die angeblich auf den Plattformen zugänglich waren, obwohl Gerichtsakten nicht alle Beweise detailliert aufführen, die im Prozess vorgelegt werden. Der Generalstaatsanwalt von New Mexico erklärte, die Klage solle Meta für die Schäden von Minderjährigen zur Rechenschaft ziehen und strengere Schutzmaßnahmen fördern. Meta antwortete, dass es seine Praktiken vor Gericht energisch verteidigen werde und dass rechtliche Standards eine sorgfältige Bewertung der Ansprüche erfordern.

Die Anordnung des Richters erlaubt es, den Fall zur Beweisaufnahme zu führen, während der beide Seiten relevante Informationen für die Vorwürfe austauschen und sich auf den Prozess vorbereiten. Ein Prozesstermin wurde noch nicht öffentlich bekannt gegeben. Das Urteil stellt einen bedeutenden Schritt in einer breiteren Reihe von rechtlichen Herausforderungen dar, mit denen soziale Medien und Technologieunternehmen in Bezug auf Inhaltsmoderation, Nutzersicherheit und Schutz von Kindernutzern konfrontiert sind. Beobachter sagen, dass das Ergebnis des bevorstehenden Verfahrens beeinflussen könnte, wie Gerichte die Verantwortung der Plattform für schädliches Material auslegen.

Hinterlasse eine Antwort