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Pinterest-CEO fordert ein Social-Media-Verbot unter 16 Jahren und kritisiert Selbstregulierung

Bill Ready, Geschäftsführer von Pinterest, einer US-amerikanischen Bildplattform im Besitz von Match Group, hat ein Verbot der Nutzung sozialer Medien für Personen unter 16 Jahren gefordert und erklärt, dass bestehende Bemühungen der Branche zur Regulierung von Plattformen nicht wirksam waren.

 

 

In einer veröffentlichten Erklärung sagte Ready, dass Regierungen klare Regeln einführen sollten, die jüngeren Nutzern den Zugang zu sozialen Medien verbieten, falls Unternehmen Sicherheitsbedenken nicht angehen. Er verwies auf Gesetze in Australien, die den Zugang für unter 16-Jährige einschränkt, als Beispiel, dem auch andere Länder folgen könnten.

Ready erklärte, dass der Technologiesektor mehrere Jahre Zeit hatte, Schutzmaßnahmen für jüngere Nutzer umzusetzen, aber keine einheitlichen Ergebnisse erzielt habe. Er sagte, dass die Abhängigkeit davon, dass Unternehmen Risiken intern managen, nicht zu ausreichenden Veränderungen in der Arbeitsweise der Plattformen geführt habe.

Der Vorschlag enthält Anforderungen an Durchsetzung und Rechenschaftspflicht sowohl für Anwendungen als auch für die mobilen Betriebssysteme, die sie unterstützen. Ready sagte, dass etwaige Einschränkungen durch Mechanismen unterstützt werden sollten, um das Alter zu überprüfen und die Einhaltung durch Dienstleister sicherzustellen.

Die Position unterscheidet sich von der mehrerer großer Technologieunternehmen, die sich gegen pauschale Beschränkungen ausgesprochen und stattdessen Maßnahmen wie Kindersicherungen und plattformweite Sicherheitsinstrumente unterstützten. Das Thema wird auch in rechtlichen und regulatorischen Kontexten untersucht, einschließlich laufender Gerichtsverfahren in den Vereinigten Staaten im Zusammenhang mit den Auswirkungen der Nutzung sozialer Medien bei jüngeren Zielgruppen.

Pinterest erlaubt derzeit Nutzern ab 13 Jahren, in einigen Regionen Konten zu erstellen. Das Unternehmen hat zusätzliche Einschränkungen für jüngere Nutzer eingeführt, darunter standardmäßige private Einstellungen und Einschränkungen bei Interaktionsfunktionen.

Der Aufruf zu einem Verbot spiegelt die zunehmende regulatorische Aufmerksamkeit dafür wider, wie soziale Medienplattformen den Zugang von Minderjährigen verwalten und wie die Verantwortung zwischen Unternehmen und Regierungen geteilt wird.