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ShinyHunters behauptet, 50 GB Carhartt-Datenlecks seien nach gescheiterten Lösegeldverhandlungen von 3,3 Millionen Dollar geleckt

ShinyHunters hat Carhartt auf seiner Dark-Web-Leak-Seite gelistet und behauptet, etwa 50 GB an Informationen veröffentlicht zu haben, die von der US-Arbeitsfirma gestohlen wurden, nachdem die Verhandlungen über ein Lösegeld über 3,3 Millionen Dollar ohne Einigung endeten. Die Gruppe gibt an, dass das geleakte Material Millionen von Unterlagen enthält, die Carhartt-Kunden und -Mitarbeiter betreffen, obwohl das Ausmaß und der Inhalt des angeblichen Vorfalls nicht unabhängig bestätigt wurden.

 

 

Die Erpressungsgruppe fügte Carhartt am Donnerstag zu ihrer Leak-Seite hinzu und stellte einen Download-Link für die angeblich gestohlenen Daten bereit. Im Gegensatz zu einigen anderen Opferlisten veröffentlichte ShinyHunters anfangs keine Proben, die unabhängig nachweisen konnten, dass die Dateien von Carhartt stammten.

Laut den Hackern nahm Carhartt Kontakt auf, nachdem er die 3,3-Millionen-Dollar-Forderung erhalten hatte, lehnte jedoch letztlich die Fortsetzung der Verhandlungen ab. ShinyHunters behauptete, sie hätten eine niedrigere Zahlung akzeptiert und machten den Gesprächsbruch dem Verhandlungsführer des Unternehmens verantwortlich. Diese Aussagen stellen den Bericht der Angreifer über die Ereignisse dar und wurden nicht unabhängig überprüft.

Die Gruppe veröffentlichte außerdem, was sie als Carhartts endgültige Reaktion auf den Erpressungsversuch bezeichnete. Die angebliche Nachricht deutete darauf hin, dass das Unternehmen nach internen Gesprächen beschlossen habe, keine weiteren Verhandlungen fortzusetzen. Die Authentizität und der Kontext der Kommunikation wurden nicht unabhängig festgestellt.

ShinyHunters behauptet, dass das daraus resultierende Leck personenbezogene Daten von Millionen von Kunden sowie Mitarbeiterdaten, Kundentreuedaten und nicht näher spezifizierte interne Unternehmensunterlagen enthält. Die Gruppe lieferte jedoch keine detaillierte Beschreibung der einzelnen Datenfelder im Archiv.

Auch die angegebene Anzahl der Betroffenen bleibt ungewiss. Millionen von Unterlagen repräsentieren nicht zwangsläufig Millionen einzigartiger Personen, und ohne eine unabhängige Untersuchung des etwa 50 GB großen Archivs kann die tatsächliche Anzahl der Carhartt-Kunden und -Mitarbeiter, deren Informationen möglicherweise offengelegt wurden, feststellen.

Carhartt ist ein privat geführter amerikanischer Bekleidungshersteller, der vor allem für Arbeitskleidung bekannt ist. Das Unternehmen wurde 1889 in Detroit gegründet und hat eine internationale Präsenz im Einzelhandel und Vertrieb aufgebaut. Carhartt

ShinyHunters war zuvor mit groß angelegten Datendiebstahl und Erpressungsoperationen von Unternehmen in Verbindung gebracht. Anstatt zwangsläufig die Systeme eines Opfers zu verschlüsseln, können solche Angriffe darauf abzielen, Informationen zu stehlen und mit deren Veröffentlichung zu drohen, sofern die Zielorganisation nicht zahlt.

Im Fall Carhartt bleiben jedoch mehrere wichtige Details ungeklärt. Es ist öffentlich nicht klar, wann der angebliche Einbruch stattfand oder wie ShinyHunters Zugang zur Umgebung des Unternehmens erhielten. Die Gruppe hat zudem nicht genügend öffentliche Beweise offengelegt, um unabhängig den vollständigen Inhalt des angeblichen Archivs festzulegen.

Infolgedessen hängen die 3,3 Millionen Dollar Lösegeldforderung, das Datenvolumen von 50 GB, Millionen betroffener Kundendaten und Details der Verhandlungen derzeit hauptsächlich von ShinyHunters ab. Die Entscheidung der Gruppe, Carhartt aufzulisten und angeblich einen Download bereitzustellen, bestätigt allein nicht das genaue Ausmaß oder den Inhalt des angeblichen Datenvorfalls.