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ShinyHunters behauptet, dass das Florida DMV verletzt ist und droht, gestohlene Daten weiterzugeben

Die Hackergruppe ShinyHunters behauptet, die Kraftfahrzeugbehörde Floridas verletzt zu haben und droht, angeblich gestohlene Daten freizugeben, falls die Behörden nicht bis zum 11. September reagieren.

 

 

Die Gruppe fügte “State of Florida DMV” zu ihrer Datenleckseite hinzu und veröffentlichte, was sie als Beweis für den Zugang zu den Fahrerakten in Florida vorlegte. Der angebliche Vorstoß wurde jedoch von den Behörden Floridas nicht bestätigt, und das von den Hackern veröffentlichte Material belegt nicht unabhängig, dass die Gruppe kürzlich Zugang zu staatlichen Systemen erhalten hat.

Als angeblicher Beweis teilte ShinyHunters eine Unterlagen des verurteilten Sexualstraftäters Jeffrey Epstein. Die Probe scheint Informationen zu enthalten, die mit Floridas Driver and Vehicle Information Database, bekannt als DAVID, verbunden sind, darunter Epsteins Foto, Unterschrift und ein abgelaufenes Fahrregister.

Die Wahl der Probe sorgt für Unsicherheit über die Behauptung der Hacker. Epsteins historische Fahrerinformationen aus Florida sind zuvor in staatlichen Ermittlungsunterlagen erschienen, was bedeutet, dass die Existenz seines Datensatzes allein nicht beweist, dass ShinyHunters ihn durch einen neuen Datenverstoß erhalten haben.

Die Gruppe hat nicht öffentlich genügend Informationen bereitgestellt, um festzustellen, wie sie angeblich auf die Daten zugegriffen hat oder wie viel genau sie erhalten hat. Die Quelle der Stichprobe und etwaige größere Datensätze, die ShinyHunters beanspruchen, bleibt daher unklar.

Das DAVID-System Floridas bietet autorisierten Nutzern Zugang zu Fahrer- und Fahrzeuginformationen. Sollten ShinyHunters Informationen direkt aus dem System erhalten, würden Art und Umfang der Exposition davon abhängen, welche Daten abgerufen wurden. Derzeit gibt es jedoch keine bestätigte Anzahl der betroffenen Einwohner Floridas.

Die Behauptung erfolgt, während die Behörden separat die Offenlegung einer riesigen Sammlung von Führerschein- und Identitätsdaten aus den Vereinigten Staaten und Kanada untersuchen. Das FBI erklärte Anfang September, dass es Berichte prüfe, dass zig Millionen Führerscheine online verkauft werden. Derzeit gibt es keine bestätigten Beweise, die diesen Datensatz mit der Behauptung des Florida DMV in Verbindung bringen.

ShinyHunters hat den Behörden in Florida bis zum 11. September Zeit gegeben, die Gruppe zu kontaktieren, und hat damit gedroht, die angeblich gestohlenen Informationen anschließend zu veröffentlichen.

Bislang bleibt der Vorfall ein unbestätigter Erpressungsvorwurf und kein bestätigter Datenverstoß des DMV in Florida. Die Behörden in Florida haben nicht öffentlich festgestellt, dass ShinyHunters die Systeme der Behörde kompromittiert haben, und die Epstein-Probe der Hacker allein zeigt nicht, wann oder wie der Datensatz beschafft wurde.