Südkoreanische Staatsanwälte untersuchen das Verschwinden einer erheblichen Menge Bitcoin, die beschlagnahmt und im Rahmen eines Strafverfahrens aufbewahrt worden war, nachdem die digitalen Vermögenswerte angeblich bei einem Phishing-Angriff gestohlen wurden. Die Staatsanwaltschaft von Gwangju stellte bei einer routinemäßigen Überprüfung beschlagnahmter Finanzvermögen Ende 2025 und Anfang 2026 fest, dass Bitcoin im Wert von mehreren zehn Millionen Dollar fehlte. Die Behörden haben erklärt, dass die Angelegenheit aktiv untersucht wird, und haben es abgelehnt, während der laufenden Untersuchung konkrete Details preiszugeben.

 

 

Lokale Medien berichten, dass der fehlende Bitcoin auf etwa 70 Milliarden Won geschätzt wurde, was etwa 47,7 Millionen Dollar entspricht, basierend auf dem Wert der Kryptowährung zum Zeitpunkt der Entdeckung der Diskrepanz. Die Staatsanwaltschaft stellte fest, dass der Bitcoin, der in einem früheren Strafverfahren als Beweismittel verwendet worden war, während einer regulären internen Inspektion nicht mehr zugänglich war. Das Büro bestätigte nicht genau, wann die Vermögenswerte beschlagnahmt oder verloren gingen, da die laufende Untersuchung sensibel war.

Vorläufige Ergebnisse interner Diskussionen deuten darauf hin, dass das Verschwinden auf einen Phishing-Angriff zurückzuführen war, der sensible Zugangsdaten offenlegte, die zur Kontrolle der Wallet mit dem beschlagnahmten Bitcoin verwendet wurden. Ermittler gehen davon aus, dass der Datenverstoß stattfand, als ein Mitarbeiter versehentlich auf eine betrügerische Website zugriff, die einen legitimen Dienst nachahmen sollte, und dabei Login-Informationen oder private Schlüsseldaten erfasste. Sobald diese Zugangsdaten kompromittiert waren, konnten Angreifer die Kryptowährung aus dem offiziellen Gewahrsam übertragen, ohne sofort entdeckt zu werden.

Phishing-Angriffe sind eine gängige Technik im Kryptowährungssektor, bei der böswillige Akteure gefälschte Webseiten erstellen oder irreführende, authentische Links senden, um Personen dazu zu bringen, sensible Informationen preiszugeben. Im Kontext der Verwahrung digitaler Vermögenswerte kann die Offenlegung privater Schlüssel oder Passwörter es jedem, der sie besitzt, ermöglichen, Gelder irreversibel auf der Blockchain zu übertragen.

Die Behörden betonten, dass die Untersuchung noch andauert und Details zur ursprünglichen Beschlagnahme sowie zu den genauen Mechanismen des Verlusts noch nicht vollständig bekannt gegeben wurden. Staatsanwälte teilten lokalen Medien mit, dass sie daran arbeiten, die Gelder zurückzuverfolgen und zu verstehen, wie der Phishing-Vorfall stattfand, aber sie haben keinen Zeitplan für den Abschluss der Ermittlungen genannt.

Der Fall hat auf die technischen und verfahrensrechtlichen Herausforderungen aufmerksam gemacht, denen Strafverfolgungsbehörden bei der Verwaltung und Sicherung beschlagnahmter Kryptowährungsvermögen gegenüberstehen. Bitcoin und andere digitale Token basieren auf sicherer Schlüsselverwaltung und nicht auf physischer Verwahrung, ein Modell, das sich von der traditionellen Beweissicherung unterscheidet. Beamte haben angedeutet, dass interne Überprüfungen der Haftpraktiken und Sicherheitsprotokolle Teil der laufenden Untersuchung sein werden.

Die Staatsanwaltschaft des Bezirks Gwangju hat nicht bestätigt, ob im Rahmen der Untersuchung Strafverfolgungsbehörden oder externe Sicherheitsexperten konsultiert wurden, und weitere Informationen werden erwartet, während die Behörden ihre Arbeit fortsetzen.

Hinterlasse eine Antwort