TikTok kündigte an, in den kommenden Wochen KI-gestützte Alterskontrollen in ganz Europa einzuführen, da Regulierungsbehörden die Plattformen dazu drängen, mehr Minderjährige zu identifizieren. Das Unternehmen erklärte, das System solle die Erkennung von Konten verbessern, die Kindern unter 13 Jahren gehören könnten, was die Mindestaltersgrenze der Plattform ist.

 

 

TikTok berichtete, dass die Technologie im vergangenen Jahr in Europa durch ein Pilotprogramm getestet wurde. Das Unternehmen sagte, das System nutze automatisierte Signale, um zu schätzen, ob ein Konto einer Person unter dem Mindestalter gehören könnte. Diese Signale können Profilinformationen, Nutzerverhalten und Inhalte umfassen, die auf dem Konto gepostet werden. TikTok erklärte, der Ansatz sei darauf ausgelegt, Konten zu identifizieren, die bei der Anmeldung möglicherweise ein falsches Alter eingegeben haben.

Im Rahmen des Rollout-Plans werden vom KI-System markierte Konten nicht automatisch entfernt. TikTok teilte mit, dass die Fälle von spezialisierten Moderatoren überprüft werden, was einen menschlichen Schritt hinzufügt, der darauf abzielt, Fehler zu reduzieren und Maßnahmen zu vermeiden, die ausschließlich auf automatisierter Bewertung basieren. Das Unternehmen gab nicht an, wie lange die Bewertungen dauern können oder welche Schwellenwerte eine Überweisung zur Moderation auslösen.

TikTok gab an, das Alterserkennungssystem in Absprache mit der irischen Datenschutzkommission entwickelt zu haben, die die wichtigste Aufsichtsbehörde des Unternehmens nach den Datenschutzregeln der Europäischen Union ist. TikTok erklärte, dass Nutzer in Europa benachrichtigt werden, sobald die Funktion eingeführt und erweitert wird.

Europäische Regulierungsbehörden haben die Prüfung der Alterskontrollen auf sozialen Medien verstärkt und argumentieren, dass selbstdeklarierte Geburtsdaten leicht zu umgehen seien und keinen zuverlässigen Schutz für Kinder bieten. Beamte haben Bedenken darüber geäußert, ob die aktuellen Methoden ausreichen, um jüngere Kinder daran zu hindern, Dienste und Inhalte zu nutzen, die nicht für sie bestimmt sind.

Die Ankündigung von TikTok erfolgt, während die europäischen Behörden weiterhin prüfen, wie Plattformen mit Kinderdaten und deren Sicherheit umgehen. Das Unternehmen hat in der Region regulatorische Aufmerksamkeit wegen Datenschutz und Jugendschutz erfahren und steht unter Druck, strengere Kontrollen zu zeigen, die über die Selbstmeldung der Nutzer hinausgehen.

TikTok gab keinen länderspezifischen Zeitplan für den Rollout bekannt, kündigte aber an, dass er in den kommenden Wochen beginnen werde. Das Unternehmen gab auch nicht an, ob das System für alle Kontotypen gleichermaßen verwendet wird oder wie es mit Grenzfällen umgehen würde, bei denen die Altersschätzungen unsicher sind.

Dieser Schritt spiegelt eine größere Verschiebung großer Plattformen hin zu automatisierten Werkzeugen zur Altersschätzung und Durchsetzung wider, da Regulierungsbehörden klarere Schutzmaßnahmen für jüngere Nutzer verlangen. TikTok erklärte, sein Ansatz verbinde automatisierte Erkennung mit menschlicher Überprüfung und stellte die Einführung als Teil seiner umfassenderen Arbeit dar, um europäische Erwartungen an Kinderschutz und Datenverarbeitung zu erfüllen.

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