Die britische Regierung hat Gesetze eingebracht, die Technologieunternehmen und Online-Plattformen dazu verpflichten würden, intime Bilder, die ohne Zustimmung einer Person veröffentlicht wurden, innerhalb von 48 Stunden nach Erhalt einer Meldung zu entfernen. Die Maßnahme ist Teil von Änderungen am Crime and Policing Bill und soll eine klare gesetzliche Frist für die Entfernung von nicht einvernehmlichen intimen Inhalten festlegen.

 

 

Nach dem Vorschlag müssen Unternehmen nach einer gültigen Meldung handeln und sicherstellen, dass dasselbe Bild in ihren Dienstleistungen entfernt wird. Die Regierung erklärte, dass die Opfer nur einen einzigen Bericht einreichen müssen, woraufhin die Plattformen für die Identifizierung und Entfernung identischer Versionen der Inhalte verantwortlich sind. Die Regeln gelten für intime Bilder, die ohne Zustimmung geteilt werden, einschließlich expliziter Deepfake-Inhalte und anderer digital manipulierter Bilder.

Die Gesetzgebung würde nicht-einvernehmliche intime Bilder im Rahmen des britischen Online-Sicherheitsrahmens als prioritäre illegale Inhalte einstufen. Plattformen, die gemeldete Inhalte nicht innerhalb von 48 Stunden entfernen, könnten mit finanziellen Strafen von bis zu 10 % ihres qualifizierten weltweiten Umsatzes rechnen. In schweren Fällen könnten Unternehmen zudem mit zusätzlichen Durchsetzungsmaßnahmen konfrontiert werden, einschließlich Servicebeschränkungen.

Die Regierung erklärte, dass von den Plattformen erwartet wird, verfügbare Technologien wie Hash-Matching-Tools zu nutzen, um das erneute Hochladen bereits gemeldeter und entfernter Bilder zu verhindern. Ofcom, die britische Kommunikationsaufsichtsbehörde, wird die Einhaltung und Durchsetzung überwachen, sobald das Gesetz in Kraft tritt.

Premierminister Sir Keir Starmer sagte, die Anforderung solle die Verantwortung von den Opfern abwälzen und auf Technologieunternehmen abwälzen, schnell und konsequent zu reagieren. Beamte erklärten, die Änderungen zielen darauf ab, die Zeit zu verkürzen, in der schädliche Bilder nach ihrer Meldung online zugänglich sind.

Der Gesetzentwurf wird derzeit durch das Parlament gebracht. Weitere Leitlinien sollen festlegen, wie Plattformen Berichtssysteme gestalten, Beschwerden überprüfen und die Einhaltung der 48-Stunden-Entfernungsfrist dokumentieren müssen.

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