Der israelische Kryptowährungsbroker Bits of Gold hat eine schwerwiegende Datenpanne bekannt gegeben, die möglicherweise persönliche und finanzielle Informationen von etwa 200.000 Kunden preisgab. Der Vorfall betraf unbefugten Zugriff auf ein System, das zur Support-Analyse verwendet wurde, während die Kryptowährungsbestände und Kundengelder des Unternehmens nicht betroffen waren.

 

 

Bits of Gold gab an, unbefugten Zugriff entdeckt zu haben und begann mit Unterstützung eines externen Cybersicherheitsunternehmens mit der Untersuchung des Vorfalls. Die Untersuchung läuft weiterhin, aber vorläufige Ergebnisse deuten darauf hin, dass der Angreifer wahrscheinlich Kundeninformationen aus dem betroffenen System extrahieren konnte.

Zu den potenziell kompromittierten Datensätzen gehören Namen, E-Mail-Adressen, Telefonnummern und Identifikationsnummern. IP-Adressen, Bankkontoinformationen und die öffentlichen Kryptowährungs-Wallet-Adressen der Kunden könnten ebenfalls offengelegt worden sein.

Allerdings waren mehrere besonders sensible Informationskategorien nicht beteiligt. Bits of Gold gab an, dass Kundenkontopasswörter und Fotos von Ausweisdokumenten nicht offengelegt wurden. Das Unternehmen besitzt auch keine privaten Kryptowährungsschlüssel, vollständigen Kreditkartennummern oder CVV-Sicherheitscodes der Kunden, was bedeutet, dass diese Informationen nicht aus dem kompromittierten System stammen konnten.

Am wichtigsten ist, dass der Vorstoß weder die Kryptowährungsbestände der Kunden noch andere Gelder betraf. Bits of Gold gab an, dass seine digitale Asset-Infrastruktur von dem Sicherheitsvorfall nicht betroffen war.

Das Unternehmen erklärte außerdem, dass bisher keine Hinweise darauf gefunden wurden, dass die offengelegten Informationen für betrügerische Transaktionen verwendet wurden. Dennoch könnte die Kombination aus Kontakt-, Identifikations-, Bank- und kryptowährungsbezogenen Informationen betroffene Kunden zu attraktiven Zielen für überzeugende Phishing- und Imitationsversuche machen.

Bits of Gold rät daher den Kunden, unerwartete Kommunikationen, die angeblich vom Unternehmen stammen, mit Vorsicht zu behandeln. Es wurde betont, dass legitime Vertreter keine Passwörter, Verifizierungscodes oder private Kryptoschlüssel anfordern werden. Kunden werden auch nicht angewiesen, Geld oder digitale Vermögenswerte im Rahmen eines Sicherheitsverfahrens auf eine andere Kryptowährungs-Wallet zu übertragen.

Das Unternehmen beschrieb den Vorstoß als Teil eines umfassenderen Cyberangriffs, der auch andere internationale Organisationen betraf, obwohl der Angreifer, der für den Zugriff auf sein Support-Analysesystem verantwortlich ist, nicht öffentlich identifiziert wurde.

Der Vorfall ereignet sich in einer Zeit, in der mehrere kryptowärenbezogene Unternehmen Sicherheitsverletzungen bekannt gegeben haben, die Kundeninformationen betreffen. Der Hardware-Wallet-Anbieter SafePal hat kürzlich 39.798 Kunden benachrichtigt, nachdem eine Schwachstelle mit einem Auftragsverfolgungs-Plugin Kundeninformationen offengelegt hat. Separat hat Trezor einen Vorfall offengelegt, der fast 14.000 Kunden betraf, nachdem unbefugter Zugriff beim Fulfillment-Partner ShipMonk stattgefunden hatte.

Diese Vorfälle sind getrennt von der Bits-of-Gold-Verletzung und betrafen unterschiedliche Systeme und Umstände. Im Bits-of-Gold-Fall konzentriert sich die derzeit bestätigte Untersuchung speziell auf unbefugten Zugriff auf die Support-Analyseumgebung.

Der genaue Umfang der gestohlenen Informationen wird noch festgelegt. Derzeit gibt Bits of Gold an, dass etwa 200.000 Kunden betroffen sein könnten, während Kontopasswörter, Ausweisfotos, vollständige Kartendaten, CVV-Codes, private Schlüssel und digitale Vermögenswerte der Kunden nicht kompromittiert wurden.

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