Ein kanadischer Mann, der für eine jahrelange Online-Sextortion-Kampagne gegen Kinder in den gesamten Vereinigten Staaten verantwortlich ist, wurde laut der U.S. Department of Justice … zu 33 Jahren Bundesgefängnis verurteilt.

 

 

Ramanan Pathmanathan, 40, aus Toronto, erhielt das Urteil in Washington, D.C., nachdem er sich in mehreren Anklagepunkten im Zusammenhang mit Kindesausbeutung, Zwang und Herstellung von Kindesmissbrauchsmaterial schuldig bekannt hatte. Die Staatsanwaltschaft erklärte, die Operation dauerte von 2014 bis zu seiner Festnahme im Jahr 2021 und betraf mindestens 145 identifizierte Opfer, viele davon Minderjährige aus den Vereinigten Staaten.

Laut Gerichtsakten nutzte Pathmanathan gefälschte Identitäten auf sozialen Medienplattformen wie Instagram, Facebook Messenger und Videochat-Diensten, um sich als jugendlicher Junge auszugeben. Ermittler sagten, er habe die Opfer sorgfältig manipuliert, damit sie ihm vertrauten, bevor er sie unter Druck setzte, explizite Bilder zu senden und an aufgezeichneten Videochats teilzunehmen.

Bundesstaatsanwälte erklärten, der Verdächtige habe sich stark auf Einschüchterung und Erpressung verlassen, um die Kontrolle über die Opfer zu behalten. Wenn Kinder versuchten, den Kontakt abzubrechen oder Forderungen abzulehnen, drohte er angeblich, über soziale Medien und Messaging-Apps explizite Inhalte an Familienmitglieder, Klassenkameraden oder Freunde zu senden.

Die Behörden beschrieben den Fall als eine der größten und beunruhigendsten Sextortion-Ermittlungen, die vom FBI bearbeitet wurden. Während der mit der Ermittlung verbundenen Durchsuchungen entdeckten Polizeibeamte Berichten zufolge Tausende ausbeuterischer Bilder und Videos, die auf den digitalen Geräten des Verdächtigen gespeichert waren. Die Staatsanwaltschaft erklärte außerdem, dass Pathmanathan nur wenige Stunden vor seiner Festnahme durch die kanadischen Behörden im März 2021 aktiv mit einem Opfer kommunizierte.

Gerichtsunterlagen zeigten, dass einige Opfer erst sechs Jahre alt waren. Die Staatsanwaltschaft behauptete außerdem, der Verdächtige habe bestimmte Opfer angewiesen, während Live-Videositzungen beunruhigende Handlungen zu begehen, während er heimlich den Missbrauch für zukünftige Erpressung und Speicherung aufzeichnete.

US-Staatsanwältin Jeanine Pirro sagte, die Angeklagte habe “jahrelang systematisch online Kinder gejagt” und den Opfern und ihren Familien schwere psychische Traumata zugefügt.

Die 33-jährige Bundeshaftstrafe wird nacheinander zu einer bereits in Kanada verhängten 12-jährigen Strafe für verwandte Straftaten verbüßt. Zusätzlich zur Gefängnisstrafe ordnete das Gericht zehn Jahre überwachte Freilassung nach Inhaftierung sowie eine verpflichtende Registrierung als Sexualstraftäter an.

Die Untersuchung umfasste die FBI Houston Child Exploitation and Human Trafficking Task Force sowie kanadische Strafverfolgungsbehörden und das Texas Department of Public Safety.

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