Die Europäische Union bereitet neue Maßnahmen vor, die darauf abzielen, den Zugang von Kindern zu sozialen Medien zu verringern, wobei Beamte altersbezogene Beschränkungen für Plattformen wie Instagram, Facebook und TikTok in Betracht ziehen. Die Initiative folgt, während Regulierungsbehörden die Kontrolle über Merkmale verschärfen, von denen sie glauben, dass sie übermäßigen Konsum bei Minderjährigen fördern und psychische Gesundheitsrisiken erhöhen.

 

 

Die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, sagte, der Block prüfe einen stufenweisen Ansatz, der unterschiedliche Zugangsstufen je nach Alter eines Kindes einführen würde. Nach den Empfehlungen eines unabhängigen Expertengremiums dürfen Kinder unter 13 Jahren soziale Medien nur unter Aufsicht von Erwachsenen nutzen, wobei die Beschränkungen mit zunehmendem Alter allmählich gelockert werden. Die Kommission wird voraussichtlich nach dem Sommer einen Gesetzesvorschlag vorlegen.

Der Vorschlag folgt auf wachsende Bedenken, dass die derzeitigen Schutzmaßnahmen der großen Plattformen jüngere Nutzer nicht ausreichend schützen. Regulierungsbehörden argumentieren, dass Funktionen wie unendliches Scrollen, Autoplay, hochgradig personalisierte Empfehlungen und kontinuierliche Inhaltsfeeds darauf ausgelegt sind, die Interaktion zu maximieren und zwanghafte Nutzung bei Kindern und Jugendlichen fördern können.

Die Debatte hat sich verschärft, nachdem die Europäische Kommission kürzlich vorläufige Feststellungen veröffentlicht hat, dass Metas Facebook und Instagram möglicherweise gegen das Digital Services Act verstoßen, indem sie die Risiken dieser Designfunktionen nicht angemessen adressieren. Beamte sagten, das Unternehmen solle stärkere Schutzmaßnahmen einführen, darunter die Begrenzung des automatischen Abspielens, die Reduzierung von süchtig machenden Empfehlungssystemen und die Ermutigung der Nutzer, Pausen einzulegen. Meta hat die Schlussfolgerungen der Kommission bestritten und erklärt, es habe stark in Sicherheitsfunktionen für jüngere Nutzer investiert, darunter Teenager-Konten und Werkzeuge zur elterlichen Aufsicht.

Die geplanten Beschränkungen würden über die Meta-Plattformen hinausgehen. Auch TikTok und andere große Online-Dienste werden voraussichtlich strengere Anforderungen nach dem Digital Services Act erhalten, der sehr große Plattformen verpflichtet, systemische Risiken für Minderjährige zu identifizieren und zu mindern. Europäische Regulierungsbehörden haben wiederholt gesagt, dass die Verantwortung für den Schutz der Kinder in erster Linie bei den Plattformbetreibern liegen sollte und nicht allein bei den Eltern.

Die Expertenempfehlungen fordern außerdem eine stärkere Altersverifikation, Einschränkungen beim überzeugenden Plattformdesign und datenschutzorientierte Methoden zur Bestätigung des Alters eines Nutzers, ohne dass eine umfassende Sammlung persönlicher Daten erforderlich ist. Laut der Kommission ist der Schutz von Kindern online zu einer der höchsten Prioritäten der digitalen Politik geworden, da mehrere Länder weltweit ähnliche Einschränkungen für den Zugang zu sozialen Medien für Minderjährige einführen.

Es wurde keine endgültige Gesetzgebung verabschiedet, und jeder Vorschlag müsste weiterhin vom Europäischen Parlament und den EU-Mitgliedstaaten genehmigt werden, bevor er Gesetz wird. Bis dahin erklärt die Kommission, dass sie weiterhin mit nationalen Regierungen und Technologieunternehmen an Maßnahmen arbeiten wird, die die Sicherheit von Kindern auf Online-Plattformen verbessern sollen.

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