Die Regulierungsbehörden der Europäischen Union erhöhen den Druck auf Meta Platforms hinsichtlich der Änderungen, wie künstliche Intelligenzdienste auf WhatsApp funktionieren dürfen, nachdem Bedenken bestehen, dass die Unternehmensrichtlinien den Wettbewerb einschränken könnten.
Die Europäische Kommission prüft Aktualisierungen der Geschäftsbedingungen von WhatsApp, die beeinflussen, wie Drittanbieter KI auf die Plattform zugreifen können. Berichten zufolge führte Meta Änderungen ein, die zunächst allgemeine KI-Assistenten auf WhatsApp einschränkten oder blockierten, sodass die eigene Meta-KI der primäre Assistent auf dem Dienst blieb.
Regulierungsbehörden haben erklärt, dass Unternehmen, die KI-Dienste anbieten, ihre Tools auf WhatsApp verfügbar machen dürfen, ohne Zugangsgebühren zahlen zu müssen. Die Position der Kommission ist, dass solche Gebühren den Marktzugang konkurrierender Anbieter einschränken und den Wettbewerb im KI-Sektor verringern könnten.
Die Angelegenheit ist Teil einer umfassenderen Kartelluntersuchung, die im Dezember 2025 eingeleitet wurde. Die Behörden prüfen, ob Metas Richtlinien gegen die europäischen Wettbewerbsregeln verstoßen, indem sie die Möglichkeit konkurrierender KI-Entwickler einschränken, Nutzer über WhatsApp zu erreichen, das als wichtiger Vertriebskanal für digitale Dienste gilt.
Im Rahmen seiner Reaktion auf regulatorische Prüfungen schlug Meta zuvor vor, Drittanbieter-KI-Tools auf WhatsApp unter einem Modell mit kostenpflichtigem Zugang zuzulassen. Die Regulierungsbehörden deuteten jedoch darauf hin, dass dieser Ansatz die Bedenken möglicherweise nicht beseitigt, da er weiterhin Hürden für Wettbewerber schaffen könnte.
Europäische Beamte haben gewarnt, dass Zwischenmaßnahmen ergriffen werden könnten, um potenzielle Marktschäden während der andauernden Untersuchung zu verhindern. Diese Maßnahmen könnten von Meta verlangen, Teile seiner WhatsApp-KI-Richtlinie anzupassen oder auszusetzen, bevor eine endgültige Entscheidung getroffen wird.
Meta hat die Vorwürfe bestritten und erklärt, dass das KI-Ökosystem weiterhin wettbewerbsfähig ist und Nutzer alternative Dienste über andere Plattformen nutzen können. Das Unternehmen hat außerdem erklärt, dass die Integration externer KI-Systeme in WhatsApp technische und operative Herausforderungen mit sich bringt.
Der Fall konzentriert sich darauf, wie Messaging-Plattformen als Einstiegspunkte für KI-Dienste genutzt werden und ob Plattformbetreiber Bedingungen setzen können, die den Zugang von Drittanbietern einschränken. Das Ergebnis der Untersuchung wurde noch nicht bekannt gegeben, und die Verfahren laufen weiterhin.
