US-Behörden haben 13 Internetdomänen beschlagnahmt, die laut Beamten genutzt wurden, um aktuelle und ehemalige Regierungsangestellte, Militärangehörige und Sicherheitsfreigaben im Auftrag mutmaßlicher chinesischer Geheimdienstoperationen zu rekrutieren.

 

 

Die Bereiche gaben sich als legitime Beratungs- und Rekrutierungsfirmen aus, die laut dem US-Justizministerium Analysten- und Beratungspositionen für Personen mit Erfahrung in Regierung, Verteidigung, Außenpolitik und nationaler Sicherheit anboten. Bundesbehörden erklärten, die Websites seien dazu gedacht, Personen mit Zugang zu sensiblen oder geheimen Informationen zu identifizieren und einzubinden.

Laut Staatsanwaltschaft wurden Bewerber zunächst über Stellenanzeigen für Positionen wie Senior Analyst und Berater für internationale Beziehungen angesprochen. Nach Interesse wurden einige Ziele angeblich ermutigt, Informationen zu liefern, die für ausländische Geheimdienste wertvoll sein könnten. Die Behörden erklärten, die Seiten richteten sich gezielt gegen aktuelle und ehemalige US-Regierungsangestellte sowie andere mit Sicherheitsfreigaben.

Das Justizministerium und das FBI gaben die Beschlagnahmungen am 10. Juni bekannt und erklärten, die Operation solle verhindern, was Beamte als fortlaufende Bemühungen beschrieben, sensible Informationen der US-Regierung durch irreführende Rekrutierungstaktiken zu erhalten. Die US-Staatsanwältin Jeanine Pirro sagte, die Beschlagnahmungen zielten darauf ab, Versuche zu verhindern, Amerikaner auszunutzen, denen Zugang zu sensiblen Informationen zugetraut wurde.

Bundesermittler behaupten, die Domains seien mit einem Netzwerk gefälschter Beratungsfirmen verbunden gewesen, die legitim wirkten, aber geschaffen wurden, um potenzielle Geheimdienstquellen zu identifizieren und zu fördern. Die Behörden haben keine Personen öffentlich genannt, die über die Websites rekrutiert worden sein könnten.

Die Maßnahme folgt auf eine kürzliche Warnung der Five Eyes-Geheimdienstallianz, deren Mitglieder die Vereinigten Staaten, das Vereinigte Königreich, Kanada, Australien und Neuseeland sind. Die Allianz warnte, dass chinesische Geheimdienste zunehmend Online-Jobplattformen und berufliche Netzwerkmöglichkeiten nutzen, um Menschen mit Zugang zu Regierungsinformationen und sensiblen Forschungen anzusprechen.

China wies die Vorwürfe zurück. Ein Sprecher der chinesischen Botschaft in Washington bezeichnete die Behauptungen über eine chinesische Spionagedrohung als erfunden und verurteilte die Vorwürfe.

US-Beamte erklärten, dass die beschlagnahmten Domänen nicht länger im Rahmen der angeblichen Rekrutierungsoperation genutzt werden können. Die Ermittler untersuchen das Netzwerk weiterhin und stellen fest, ob zusätzliche Websites oder zugehörige Infrastruktur beteiligt waren.

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