Die Los Angeles County Metropolitan Transportation Authority (LA Metro) ist auf der Leak-Seite der Ransomware-Gruppe The Gentlemen aufgetaucht und hat die Möglichkeit eines weiteren Cybersicherheitsvorfalls bei der Verkehrsbehörde in diesem Jahr aufgeworfen.
The Gentlemen fügten am 7. September LA Metro auf ihrer Seite hinzu und gaben der Behörde neun Tage Zeit zur Antwort. Die Einlistung wird häufig von Ransomware-Gruppen genutzt, um Organisationen unter Druck zu setzen, sie zu kontaktieren, bevor angeblich gestohlene Informationen veröffentlicht werden.
Derzeit haben die Hacker jedoch keine Datenproben zur Untermauerung ihrer Behauptung vorgelegt. LA Metro hat auch nicht öffentlich bestätigt, dass The Gentlemen seine Systeme gehackt haben.
Das bedeutet, dass die Art und das mögliche Ausmaß des Vorfalls weiterhin unbekannt sind. Derzeit gibt es keine verifizierten Informationen darüber, welche Daten die Gruppe erhalten haben könnte, wie viele Informationen beteiligt sein könnten oder ob sich Passagierdaten zu den angeblich gestohlenen Dateien befinden.
LA Metro ist die öffentliche Verkehrsgesellschaft, die Los Angeles County bedient und ein umfangreiches Netz von Bus- und Schienendiensten betreibt. Sie verwaltet außerdem Fahrgeldzahlungen über das TAP-System, das es Fahrgästen ermöglicht, mit physischen Karten und digitalen Diensten zu bezahlen.
Die neue Ransomware-Behauptung folgt auf einen separaten Cybersicherheitsvorfall, der im März 2026 einige Systeme der LA Metro störte. Während dieses Vorfalls entdeckte die Behörde unbefugte Aktivitäten und beschränkte im Rahmen ihrer Eindämmungsmaßnahmen den Zugang von Mitarbeitern zu einer Reihe interner Verwaltungssysteme.
Bus- und Bahndienste wurden weiterhin betrieben, aber Kunden hatten Probleme mit einigen digitalen Diensten, einschließlich Stationsankunftsanzeigen und bestimmten TAP-Funktionen.
Der Vorfall im März wurde später mit Behauptungen in Verbindung gebracht, Angreifer hätten Hunderte von Gigabyte interner Informationen entwendet. Die jüngste Auflistung von The Gentlemen sollte nicht automatisch als Beweis dafür behandelt werden, dass die beiden Ereignisse miteinander verbunden sind.
The Gentlemen hat sich zu einer umfangreichen Ransomware-Operation entwickelt, die regelmäßig Organisationen auf ihrer Leak-Seite im Rahmen ihrer Erpressungsaktivitäten namentlich nennt. Solche Einträge allein beweisen nicht, dass ein Sicherheitsvorfall stattgefunden hat, oder beweisen, dass die Angreifer die Daten besitzen, die sie angeblich erhalten haben.
Bis zum 9. September wurden keine Unterlagen veröffentlicht, die die jüngste Behauptung der Gruppe in LA Metro untermauern. Die Behörde hat einen neuen Datenverstoß öffentlich nicht bestätigt, sodass sowohl die Echtheit der Behauptung als auch die potenzielle Offenlegung etwaiger Daten ungeklärt bleiben.
