Sony führt eine verpflichtende Altersverifikation für PlayStation-Nutzer im Vereinigten Königreich und Irland ein und führt neue Beschränkungen für Kommunikationsfunktionen ein, um die Einhaltung des britischen Online Safety Act zu erfüllen.

 

 

Nach den Änderungen müssen Spieler ihr Alter bestätigen, um weiterhin Funktionen wie Sprachchat, Nachrichten, Parteisysteme und Drittanbieter-Kommunikationstools wie Discord nutzen zu können. Nutzer, die die Verifizierung nicht abschließen, können weiterhin Spiele spielen und auf den PlayStation Store zugreifen, aber soziale Netzwerke und Teilfunktionen werden eingeschränkt oder deaktiviert.

Die Anforderung tritt ab Juni 2026 in Kraft, obwohl Sony bereits begonnen hat, Nutzer frühzeitig zu verifizieren, um Störungen zu vermeiden. Das Unternehmen sagt, der Schritt soll “altersgerechte Erfahrungen” gewährleisten und mit neuen gesetzlichen Verpflichtungen zum Schutz von Minderjährigen im Internet übereinstimmen.

Um den Prozess abzuschließen, arbeitet Sony mit dem Identitätsverifizierungsanbieter Yoti zusammen. Spieler können ihr Alter mit verschiedenen Methoden überprüfen, darunter eine Handynummer, einen Gesichtsscan oder ein offizielles Ausweisdokument.

Die Einschränkungen gehen über grundlegende Botschaften hinaus. Unverifizierte Nutzer könnten auch den Zugang zu Broadcasting-Tools verlieren, was bedeutet, dass sie kein Gameplay streamen oder Inhalte direkt von ihrer Konsole auf Plattformen wie YouTube oder Twitch teilen können.

Sonys Ansatz ähnelt ähnliche Maßnahmen, die von anderen Plattformen, darunter Microsofts Xbox, eingeführt wurden, da Unternehmen sich an strengere Online-Sicherheitsvorschriften anpassen.

Die Einführung hat auch eine Diskussion über Datenschutz ausgelöst, insbesondere durch den Einsatz biometrischer Prüfungen und Drittanbieterdienste. Während Sony sagt, dass Verifizierungsdaten sicher behandelt und nach der Nutzung gelöscht werden, argumentieren Kritiker, dass die Verpflichtung sensibler personenbezogener Daten für den Zugriff auf grundlegende Online-Funktionen größere Bedenken hinsichtlich der Datenverarbeitung und digitaler Rechte aufwerfen könnte.

Derzeit gilt die Richtlinie nur für das Vereinigte Königreich und Irland, zeigt aber eine umfassendere Verschiebung hin zur Identitätsverifizierung auf Online-Plattformen, da Regulierungsbehörden stärkeren Schutz im digitalen Raum fordern.

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