Die meisten beliebten Smartwatches, Fitnessarmbänder und Smart Rings verfügen trotz der Sammlung einiger der sensibelsten persönlichen Informationen über ihre Nutzer immer noch über grundlegende Datenschutzschutzmaßnahmen. new analysis by the Electronic Frontier Foundation (EFF) Die Organisation für digitale Rechte stellte fest, dass nur eine Handvoll Hersteller von Wearables bei staatlichen Anfragen nach Nutzerdaten transparent ist, während Ende-zu-Ende-Verschlüsselung in der gesamten Branche nahezu nicht existiert.

 

 

Die EFF überprüfte die Datenschutzpraktiken von zehn großen Wearable-Marken: Apple, Google (einschließlich Fitbit), Amazfit, Coros, Garmin, Hume, Oura, Polar, Suunto und Whoop. Die Forscher prüften öffentlich zugängliche Richtlinien und kontaktierten jedes Unternehmen direkt, um deren Ergebnisse zu überprüfen. Die Überprüfung konzentrierte sich auf zwei Bereiche: ob Unternehmen Transparenzberichte veröffentlichen, die staatliche Anfragen nach Nutzerdaten detailliert beschreiben, und ob Gesundheitsinformationen durch Ende-zu-Ende-Verschlüsselung geschützt werden.

Laut dem Bericht veröffentlichen derzeit nur Apple und Google Transparenzberichte, die zeigen, wie oft sie Anfragen nach Nutzerdaten von Strafverfolgungsbehörden oder Behörden erhalten. Apple, Google und Whoop geben außerdem öffentlich an, dass sie Nutzer über diese Anfragen informieren, wann immer das Gesetz es erlaubt. Oura hat kürzlich seine Datenschutzrichtlinie aktualisiert und erklärt, dass es die Veröffentlichung von Transparenzberichten prüft, während Suunto der EFF mitteilte, dass ähnliche Maßnahmen in Erwägung gezogen werden. Die übrigen Hersteller veröffentlichen entweder keine Transparenzberichte oder haben keine öffentlich zugängliche Richtlinie, die erklärt, wie sie mit staatlichen Datenanfragen umgehen.

Die EFF argumentiert, dass dieser Mangel an Transparenz besonders besorgniserregend sei, da tragbare Geräte detaillierte Informationen über ihre Besitzer sammeln, darunter Herzfrequenz, Schlafmuster, Aktivitätslevel und Standortverlauf. Diese Daten wurden bereits in strafrechtlichen Ermittlungen verwendet, und Strafverfolgungsbehörden können durch Vorladungen oder Durchsuchungsbefehle Zugang erhalten. Die Organisation verwies außerdem auf den Anbieter von Überwachungstechnologien Penlink, der Fitness-Tracker als eine “übersehene Quelle” für Ermittlungsinformationen beschreibt, da sie Bewegungsmuster und physiologische Veränderungen offenbaren.

Forscher fanden außerdem heraus, dass Ende-zu-Ende-Verschlüsselung auf dem Wearable-Markt weitgehend fehlt. Die Apple Watch ist das einzige weit verbreitete Consumer-Health-Wearable, das Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für Gesundheitsdaten bietet, die in Apples Health-App gespeichert sind. Dieser Schutz gilt jedoch nicht mehr, wenn Nutzer Informationen mit Drittanbieteranwendungen oder -diensten teilen. Keines der anderen überprüften Unternehmen bietet eine vergleichbare End-to-End-Verschlüsselung für Gesundheitsdaten, die in der Cloud gespeichert sind, was bedeutet, dass die Anbieter selbst auf die Informationen zugreifen und sie als Reaktion auf rechtmäßige Anfragen der Regierung offenlegen können.

Die EFF kritisierte außerdem die Abhängigkeit der Branche von Cloud-Speicher. Während einige Garmin- und Polar-Geräte ohne ständige Cloud-Synchronisation funktionieren können, benötigt die Organisation viele Wearables weiterhin Online-Speicher für volle Funktionalität. Apple war der einzige Hersteller, der den Nutzern die Möglichkeit bot, Gesundheitsdaten ausschließlich auf ihrem Handy zu speichern, indem iCloud-Synchronisierung in der Gesundheits-App deaktiviert wurde.

Anstatt die Menschen dazu aufzufordern, keine tragbaren Geräte mehr zu verwenden, fordert die EFF die Hersteller auf, ihre Datenschutzpraktiken zu verbessern. Die Organisation sagt, Unternehmen sollten Transparenzberichte veröffentlichen, Nutzer benachrichtigen, wann immer es rechtlich möglich ist, falls ihre Daten von Behörden angefordert werden, und Ende-zu-Ende-Verschlüsselung oder robuste rein lokal gespeicherte Speicheroptionen anbieten, damit Nutzer entscheiden können, wie viele Informationen sie in der Cloud speichern möchten.

Hinterlasse eine Antwort