Ernst & Young (EY) hat eine Datenpanne bekannt gegeben, nachdem Angreifer unbefugten Zugang zu einer Drittanbieter-IT-Service-Management-Plattform erhalten hatten, die zur Unterstützung der Steuergeschäfte der Kanzlei dient. Der Vorfall legte Dokumente frei, die über Support-Tickets hochgeladen worden waren, von denen einige sensible Steuerinformationen und Finanzunterlagen enthielten. EY hat begonnen, die betroffenen Personen zu benachrichtigen, hat jedoch nicht bekannt gegeben, wie viele betroffene Personen betroffen waren oder den beteiligten Drittanbieter identifiziert.

 

 

Laut der an betroffenen Kunden gesendeten Benachrichtigung wurde am 23. April 2026 verdächtige Aktivitäten festgestellt. EY leitete sofort eine interne Untersuchung mit Unterstützung externer Cybersicherheitsspezialisten ein. Die Untersuchung ergab, dass eine unbefugte Partei zwischen dem 28. März und dem 12. April 2026 Zugriff auf die Plattform hatte, in dieser Zeit wurden Dokumente mehrerer Kunden heruntergeladen.

Die kompromittierte Plattform wurde vom IT-Team von EY genutzt, um technische Unterstützung für Teams zu leisten, die sich mit Steuerangelegenheiten der Kunden befassen. Unterstützungsanfragen, die über das System eingereicht werden, könnten Anhänge mit steuerbezogenen Dokumenten enthalten, was bedeutet, dass die offengelegten Dateien persönliche und finanzielle Informationen enthalten könnten, die von Mandanten im Rahmen der Steuervorbereitung und Beratung bereitgestellt wurden. EY hat keine vollständige Liste der beteiligten Datentypen veröffentlicht, da der Inhalt je nach individuellem Support-Ticket variiert.

In den an die staatlichen Regulierungsbehörden übermittelten Mitteilungen erklärte EY, dass die veröffentlichten Informationen Namen und Dokumente mit persönlichen oder finanziellen Angaben zu Steuererklärungen umfassen könnten. Berichte, die bei US-Behörden eingereicht wurden, deuten darauf hin, dass in einigen Fällen die kompromittierten Unterlagen auch Sozialversicherungsnummern, Finanzkontoinformationen, Zahlungskartendaten und andere sensible persönliche Daten enthalten haben könnten.

Das Unternehmen erklärte, es habe die betroffene Plattform nach der Entdeckung des Eindringlings gesichert und zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen eingeführt, um das Risiko ähnlicher Vorfälle zu verringern. EY meldete den Verstoß auch bei den Strafverfolgungsbehörden und bietet den betroffenen Personen kostenlose Identitätsschutz- und Kreditüberwachungsdienste an. Das Unternehmen erklärte, dass es von keinem Missbrauch der offengelegten Informationen Kenntnis habe, ermutigte die Empfänger der Benachrichtigung, Finanzkonten zu überwachen, Kreditberichte zu prüfen und auf Phishing-Versuche oder Identitätsdiebstahl achten zu müssen.

EY ist eines der weltweit vier größten Buchhaltungs- und Dienstleistungsunternehmen und bietet Steuer-, Prüfungs-, Beratungs- und Beratungsdienstleistungen für Organisationen in mehr als 150 Ländern an. Das Unternehmen hat den Angriff nicht einem bestimmten Bedrohungsakteur zugeschrieben, und keine Ransomware-Gruppe hat öffentlich die Verantwortung für den Vorfall übernommen. Die Ermittlungen laufen weiterhin, und EY hat noch nicht angegeben, ob weitere Benachrichtigungen herausgegeben werden, während die Ermittler weiterhin das volle Ausmaß des Datenverstoßes ermitteln.

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