Rumäniens Nationale Agentur für Kadaster und Grundbuchregistrierung (ANCPI) untersucht einen Cyberangriff, nachdem ein Hacker angeblich unbefugten Zugang zu einem ihrer Systeme erhalten hat, versucht hat, die Behörde zu erpressen, und später eine Grundbuchdatenbank gelöscht hat, als die Forderung nicht erfüllt wurde. Der Vorfall unterbrach vorübergehend den Zugang zu den Grundstücksunterlagen, sodass die Behörde die betroffene Datenbank aus Backups wiederherstellen musste, während die Ermittler versuchten, das volle Ausmaß der Panne zu ermitteln.

 

 

Laut von rumänischen Behörden veröffentlichten Informationen hat der Angreifer eine bisher unbekannte Softwareschwachstelle nicht ausgenutzt. Stattdessen gehen die Ermittler davon aus, dass der Einbruch mit kompromittierten Zugangsdaten durchgeführt wurde, die Zugang zum betroffenen System ermöglichten. Einmal im Netzwerk, soll der Hacker die Behörde kontaktiert und Geld gefordert haben, um die Datenbank unversehrt zu lassen. Die Behörden haben nicht bekannt gegeben, wie viel Geld gefordert wurde oder ob über die ursprüngliche Forderung hinaus eine Kommunikation stattgefunden hat.

Nachdem der angebliche Erpressungsversuch gescheitert war, löschte der Angreifer die Datenbank und machte die Grundbuchinformationen vorübergehend unzugänglich. Das ANCPI erklärte, dass das betroffene System Kataster- und Eigentumsunterlagen enthält, die von öffentlichen Institutionen, Notaren, Vermessern, Unternehmen und Grundstückseigentümern verwendet werden. Obwohl die Löschung den Zugriff auf die Daten störte, erklärte die Behörde, dass Sicherungskopien es Administratoren ermöglichten, die Informationen wiederherzustellen und den normalen Betrieb ohne dauerhaften Datenverlust wiederherzustellen.

Die Behörden haben nicht mitgeteilt, ob der Angreifer Informationen kopiert oder exfiltriert hat, bevor er die Datenbank löschte. Ermittler prüfen derzeit Systemprotokolle, Authentifizierungsdaten und andere digitale Beweise, um genau festzustellen, welche Maßnahmen nach der Verwendung der kompromittierten Zugangsdaten durchgeführt wurden. Beamte haben auch nicht benannt, wer für den Einbruch verantwortlich ist, noch angegeben, ob der Angriff von einem einzelnen Hacker oder einer größeren kriminellen Gruppe durchgeführt wurde.

Die Ermittlungen laufen weiterhin, und die rumänischen Behörden haben einige technische Details zum Vorfall veröffentlicht, während die forensischen Arbeiten andauern. ANCPI teilte mit, den Vorfall den zuständigen Behörden gemeldet zu haben und kooperiere mit der Untersuchung. Die Behörde überprüft ebenfalls ihre Sicherheitsmaßnahmen nach dem Angriff, hat jedoch nicht bekannt gegeben, ob zusätzliche Systeme betroffen waren oder ob im Zusammenhang mit dem Vorfall Festnahmen vorgenommen wurden.

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