New York hat Vorschriften finalisiert, die von sozialen Medienplattformen verlangen, das Alter der Nutzer zu überprüfen, bevor sie Zugang zu algorithmisch personalisierten Feeds gewähren können, was den letzten Schritt markiert, bevor der staatliche SAFE for Kids Act im Januar in Kraft tritt. Staatliche Behörden sagen, die Maßnahmen sollen die Exposition von Kindern gegenüber Funktionen verringern, die dazu dienen, eine längere Nutzung sozialer Medien zu fördern.
Gouverneurin Kathy Hochul und Generalstaatsanwältin Letitia James gaben die abgeschlossenen Vorschriften bekannt, die Social-Media-Unternehmen detaillierte Anforderungen zur Einhaltung des Gesetzes bieten. Ab dem 25. Januar müssen die von der Gesetzgebung erfassten Plattformen bestimmte Funktionen für Nutzer unter 18 Jahren beschränken, es sei denn, sie haben eine nachweisbare elterliche Zustimmung eingeholt.
Nach den neuen Regeln können Minderjährige standardmäßig keine algorithmisch kuratierten Inhaltsfeeds mehr erhalten. Stattdessen müssen Plattformen Empfehlungssysteme einschränken, die Inhalte basierend auf vorherigen Aktivitäten eines Nutzers, wie Likes, Aufrufen oder anderem Engagement, personalisieren. Das Gesetz verbietet es außerdem, dass betroffene Plattformen zwischen Mitternacht und 6 Uhr morgens Benachrichtigungen an Nutzer unter 18 Jahren ohne elterliche Genehmigung senden.
Die Vorschriften legen fest, wie Unternehmen feststellen sollten, ob ein Nutzer erwachsen ist. Abgedeckte Plattformen müssen Altersverifikationssysteme von Drittanbietern verwenden, die bestimmte Genauigkeitsstandards erfüllen, bevor sie Zugang zu algorithmischen Feeds gewähren. Obwohl die Überprüfung eines von der Regierung ausgestellten Ausweisdokuments eine zulässige Methode ist, verlangen die Regeln, dass Unternehmen mindestens eine alternative Verifizierungsmöglichkeit anbieten.
Weitere genehmigte Ansätze können die Analyse hochgeladener Bilder oder Videos oder die Verifizierung von Informationen wie einer E-Mail-Adresse oder Telefonnummer zusammen mit zusätzlichen Nachweisen umfassen, die helfen, das Alter eines Nutzers festzustellen. Laut den Vorschriften müssen persönliche Informationen, die während des Verifizierungsprozesses gesammelt wurden, gelöscht oder deidentifiziert werden, sobald sie ihren ursprünglichen Zweck erfüllt haben, und dürfen nicht gespeichert oder für nicht zusammenhängende Aktivitäten verwendet werden.
Unternehmen, die sich nach Inkrafttreten des Gesetzes nicht einhalten, können für jeden Verstoß mit zivilrechtlichen Strafen von 5.000 US-Dollar rechnen. Staatsbeamte sagen, die Vorschriften stellen klare Standards für die Umsetzung des Gesetzes fest und ermöglichen es den Eltern zu entscheiden, ob ihre Kinder weiterhin personalisierte Feeds nutzen oder über Nacht Benachrichtigungen erhalten sollen.
Die Gesetzgebung wird jedoch voraussichtlich einer rechtlichen Überprüfung unterzogen. NetChoice, ein Branchenverband für große Technologieunternehmen, hat argumentiert, dass die Beschränkung der Organisation und Präsentation von Inhalten durch Plattformen Bedenken hinsichtlich des First Amendment aufwirft und eine verfassungswidrige Regulierung geschützter Meinungsäußerungen darstellen könnte. Beamte in New York haben erklärt, dass sie glauben, dass das Gesetz jeder gerichtlichen Anfechtung standhalten wird, da Eltern weiterhin frei sind, ihren Kindern den Zugang zu den eingeschränkten Einrichtungen zu gestatten.
Die Vorschriften wurden auch von Kindersicherheitsaktivisten und medizinischen Organisationen unterstützt, darunter Common Sense Media und die New Yorker Niederlassung der American Academy of Pediatrics, die sagen, die Maßnahmen könnten dazu beitragen, die übermäßige Nutzung sozialer Medien unter jungen Menschen zu reduzieren, indem sie Funktionen einschränken, die ihrer Meinung nach zwanghaftes Engagement fördern.
