Nutex Health untersucht einen Cybersicherheitsvorfall, nachdem ein unbefugter Dritter auf seine Systeme zugegriffen und Informationen, die auf den Firmenservern gespeichert waren, extrafiltriert hat.
Der Gesundheitsdienstleister hat den Vorfall in einer Eingabe bei der US-amerikanischen Börsenaufsichtsbehörde (SEC) offengelegt. Laut vorläufigen Ergebnissen der Untersuchung könnten einige der während des Eingriffs gesammelten Informationen privat oder vertraulich sein.
Das Unternehmen hat bisher noch nicht genau festgestellt, welche Informationen kompromittiert wurden. Ermittler untersuchen, ob das gestohlene Material Patienten- oder Mitarbeiterdaten, Informationen von qualifizierten Gesundheitsdienstleistern, vertrauliche Finanz- und Geschäftsunterlagen, geistiges Eigentum oder andere sensible Informationen umfasst.
Nutex hat auch nicht offengelegt, wie die Angreifer Zugang zu seiner Umgebung erhielten oder wann die unautorisierte Aktivität begann.
Nach der Entdeckung des Einbruchs aktivierte das Unternehmen seine Verfahren zur Reaktion auf Cybersicherheits-Incidents und holte externe forensische und Incident-Response-Spezialisten hinzu. Nutex ergriff außerdem Maßnahmen zur Eindämmung des Vorfalls und informierte die Strafverfolgungsbehörden.
Die Ermittlungen laufen weiterhin, während das Unternehmen daran arbeitet, das volle Ausmaß des unbefugten Zugriffs zu ermitteln und festzustellen, ob die gestohlenen Informationen anschließend von den Verantwortlichen offengelegt wurden.
Nutex Health betreibt Gesundheitseinrichtungen in den gesamten Vereinigten Staaten. Laut Angaben des Unternehmens umfasst sein Netzwerk 28 Einrichtungen in 12 Bundesstaaten, darunter Bayou City ER & Hospital in Texas sowie Green Bay ER & Hospital in Wisconsin. Nutex Health
Trotz der Bestätigung, dass die Informationen exfiltriert wurden, erklärte Nutex, dass es bis zum 24. August keine wesentlichen Auswirkungen auf seine Abläufe oder Finanzberichterstattungssysteme festgestellt habe.
Basierend auf den derzeit verfügbaren Informationen erklärte das Unternehmen außerdem, dass es nicht erwartet, dass der Cybersicherheitsvorfall wesentliche Auswirkungen auf seine Geschäftsstrategie, seinen Betrieb, seine finanzielle Lage oder seine finanziellen Ergebnisse hat. Diese Einschätzung könnte sich ändern, wenn die Untersuchung weitere Ergebnisse ergibt.
Keine Ransomware- oder Datenerpressungsgruppe wurde öffentlich als verantwortlich für den Einbruch identifiziert. Die SEC-Offenlegung von Nutex führt den Vorfall auch nicht einem bestimmten Bedrohungsakteur zu und gibt auch nicht an, ob das Unternehmen eine Erpressungsforderung erhalten hat.
Derzeit bleiben mehrere wichtige Details ungeklärt, darunter die genauen Kategorien gestohlener Daten, die Anzahl potenziell betroffener Personen oder Organisationen sowie die Methode, mit der die Angreifer die Systeme des Unternehmens kompromittiert haben.
