Japans größter Taxibetreiber, Nihon Kotsu, hat einen Teil seiner IT-Infrastruktur abgeschaltet, nachdem unbefugter Zugriff auf interne Systeme festgestellt wurde. Das Unternehmen erklärte, dass es sich bei dem Vorfall um eine Malware-Infektion handelte, und zwang es, die betroffenen Systeme zu trennen, um den Angriff einzudämmen, wodurch die Taxi-Dispositionsoperationen gestört wurden.

 

 

Der Cyberangriff wurde früh am Samstag entdeckt, woraufhin Nihon Kotsu die Notfallmaßnahmen aktivierte. Laut dem Unternehmen wurden interne Systeme unmittelbar nach der Entdeckung des Eindringlings isoliert, um zu verhindern, dass sich die Malware weiter im Netzwerk ausbreitet.

Der Angriff hat das Taxi-Dispositionssystem des Unternehmens außer Betrieb gesetzt, was die Zuweisung von Fahrzeugen an Kunden beeinträchtigt. Nihon Kotsu sagte, dass Fahrer weiterhin Fahrgäste über Straßenrufe und ausgewiesene Taxistände aufnehmen können, sodass der Transport trotz der Störung fortgesetzt werden kann.

Nihon Kotsu ist Japans größter Taxi- und Chauffeurbetreiber nach Umsatz, beschäftigt mehr als 18.000 Mitarbeiter und verwaltet eine Flotte von über 8.500 Taxis sowie über 2.000 Chauffeurfahrzeuge. Das Unternehmen hat nicht bekannt gegeben, wie viele Systeme betroffen waren oder ob während des Vorfalls Kunden- oder Mitarbeiterinformationen abgerufen wurden.

Eine Untersuchung des Sicherheitsvorfalls läuft mit Unterstützung externer Cybersicherheitsspezialisten. Zu diesem Zeitpunkt hat das Unternehmen die Angreifer nicht identifiziert, die anfängliche Eindringlingsmethode offengelegt oder bestätigt, ob vor der Offline-Stellung der Systeme Daten gestohlen wurden.

Nihon Kotsu entschuldigte sich bei den Kunden für die Störung und sagte, es arbeite daran, die betroffenen Dienste so schnell wie möglich wiederherzustellen und gleichzeitig die Sicherheitsmaßnahmen zu verstärken. Das Unternehmen hat keinen Zeitplan für die Rückkehr zum normalen Betrieb der Dispatch-Plattform bekanntgegeben.

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